Zu trocken (unter 50 %)
Der Korken trocknet aus, schrumpft und lässt Luft eindringen. Oxidation ist die Folge. Besonders kritisch bei Lagerung über 5 Jahre.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht – die wichtigsten Faktoren für optimale Weinlagerung verstehen.
Wein ist ein lebendiges Produkt, das auf seine Umgebung reagiert. Ob ein Wein sich optimal entwickelt oder vorzeitig altert, hängt von fünf entscheidenden Faktoren ab. Wer diese versteht und kontrolliert, schafft ideale Bedingungen für Weinreifung und -genuss.
Die optimale Lagertemperatur für Wein liegt zwischen 10–14 °C. Bei dieser Temperatur reift Wein langsam und gleichmäßig, ohne dass chemische Prozesse beschleunigt oder gebremst werden.
| Temperatur | Auswirkung | Für wen geeignet? |
|---|---|---|
| Unter 10 °C | Reifung verlangsamt sich stark, Aromen entwickeln sich kaum | Nur für sehr langfristige Lagerung (10+ Jahre) |
| 10–14 °C | Optimale Reifung, Aromen entwickeln sich harmonisch | Ideal für alle Weine und Lagerzeiten |
| 15–18 °C | Reifung beschleunigt sich, Wein altert schneller | Akzeptabel für kurze Lagerung (unter 2 Jahre) |
| Über 18 °C | Vorzeitige Alterung, Aromen gehen verloren, Oxidation | Nicht empfehlenswert |
Noch wichtiger als die absolute Temperatur ist Konstanz. Schwankungen über 3 °C pro Tag oder Woche lassen den Wein "atmen" – der Korken dehnt sich aus und zieht sich zusammen, wodurch Luft eindringt und Oxidation beschleunigt wird.
Faustregel: Lieber konstant 15 °C als schwankend zwischen 12 und 16 °C.
Die ideale Luftfeuchtigkeit für Weinlagerung liegt zwischen 60–75 %. Dieser Bereich hält den Korken elastisch und verhindert, dass er austrocknet oder schimmelt.
Der Korken trocknet aus, schrumpft und lässt Luft eindringen. Oxidation ist die Folge. Besonders kritisch bei Lagerung über 5 Jahre.
Der Korken bleibt elastisch, dichtet perfekt ab und altert langsam. Etiketten bleiben intakt, Wein entwickelt sich optimal.
Etiketten können schimmeln oder sich ablösen. Der Korken selbst ist meist nicht gefährdet, aber die Optik leidet – problematisch für Sammler.
Moderne Weinkühlschränke regulieren die Luftfeuchtigkeit automatisch. Einfache Geräte ohne Feuchtigkeitsmanagement können zu trocken sein – hier hilft ein kleines Wasserschälchen im Innenraum.
Licht – besonders UV-Strahlung – zerstört Aromen und lässt Wein vorzeitig altern. Dieser Prozess wird "Lichtgeschmack" genannt und ist irreversibel.
UV-Strahlung löst photochemische Reaktionen aus, die schwefelhaltige Verbindungen im Wein zersetzen. Das Ergebnis: unangenehme Aromen nach nassem Karton, Kohl oder faulen Eiern.
Wichtig: LED-Beleuchtung in Weinkühlschränken ist unbedenklich, da sie keine UV-Strahlung erzeugt.
Weine mit Naturkorken sollten liegend gelagert werden. Der Grund: Der Wein hält den Korken von innen feucht, verhindert Austrocknung und Oxidation.
Für: Alle Weine mit Naturkorken, besonders bei Lagerung über 1 Jahr
Vorteil: Korken bleibt feucht, dichtet perfekt ab
Nachteil: Benötigt mehr Platz
Für: Weine mit Schraubverschluss, Kunststoffkorken oder kurze Lagerung (unter 6 Monate)
Vorteil: Platzsparend, einfacher Zugriff
Nachteil: Naturkorken kann austrocknen
Moderne Verschlüsse: Schraubverschlüsse und Kunststoffkorken sind luftdicht und können stehend gelagert werden. Sie sind für Weine gedacht, die jung getrunken werden sollen.
Wein braucht Ruhe. Vibrationen – etwa von Waschmaschinen, Straßenverkehr oder Kompressoren – stören die Weinreifung und können Sedimente aufwirbeln.
Vibrationen beschleunigen chemische Prozesse im Wein. Bei Langzeitlagerung (5+ Jahre) können sie die Aromenentwicklung negativ beeinflussen und den Wein "müde" machen.
Schwankungen unter 3 °C, keine direkte Wärmequelle
Korken bleibt elastisch, Etiketten intakt
Keine direkte Sonne, UV-Filterglas ideal
Korken bleibt feucht, dichtet perfekt ab
Abstand zu Geräten, vibrationsarmer Kompressor
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